CDU-Mitglied begründet Entschluss Warum Max Otte diesmal AfD wählt

Max Otte wird bei der diesjährigen Bundestagswahl die Partei Alternative für Deutschland (AfD) wählen. | © IFVE

Max Otte wird bei der diesjährigen Bundestagswahl die Partei Alternative für Deutschland (AfD) wählen. Foto: IFVE

Fondmanager Max Otte wird bei der Bundestagwahl 2017 seine Stimme der Partei Alternative für Deutschland (AfD) geben. Eine entsprechende Mitteilung auf dem Mikro-Bloggingdienst Twitter bestätigte der Inhaber des Instituts für Vermögensentwicklung (IFVE) auf Nachfrage der Redaktion „ohne Wenn und Aber“.

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Für das langjährige CDU-Mitglied habe das Umgehen geltenden Rechts der Spitzenleute seiner Partei ein Ausmaß angenommen, dass nicht mehr mit seinem Rechts- und Demokratieverständnis vereinbar sei. „Erstmals richtig aufgewacht bin ich 2010 im Zuge der Eurorettung, als zahlreiche Rechtsbrüche begangen wurden.“

Damals hätten Ökonomen und Politiker wie Hans-Werner Sinn und Hans-Olaf Henkel noch eine Stimme in den öffentlichen Medien gehabt. Das sei heute nicht mehr der Fall. „Einheitsmedien“ wie Der Stern, Der Spiegel und Die Welt würden nur noch Einheitsbrei berichten. „Das Niveau der Debatte und Angriffe ist beängstigend“, so Otte. Dass sich der Meinungskorridor in der Bundesrepublik Deutschland einmal so sehr einengen werde, hätte er nicht gedacht.

Max Otte: „Wünsche mir sehr, dass die AfD drittstärkste Partei wird“

Insbesondere Bundeskanzlerin und CDU-Partievorsitzende Angela Merkel steht im Zentrum von Ottes Kritik. „Sie schadet ihrer Partei“. Dennoch will Otte CDU-Mitglied bleiben. Mit dem Parteiprogramm gehe er überein. Doch: „Die Spitzenleute haben sich vom Programm wegbewegt.“

Die Entscheidung war für ihn kein einfacher Schritt. Er sei sich bewusst, dass er für sein Bekenntnis geächtet und angefeindet werde. „Ich habe schon mit mir gerungen, aber nach meinem Gewissen muss ich es einfach tun.“

Drei inhaltliche Gründe sprechen aus Sicht des Fondsmanagers für ein Kreuz bei der AfD: Sicherung der Grenzen und Eindämmung der Einwanderung, Politik für die Mittelschicht und angestrebter Frieden mit Russland. „Ich wünsche mir sehr, dass die AfD als drittstärkste Partei in den Bundestag einzieht“.