Alpha, Aktien-Quote, SRRI 20 defensive Mischfonds in der großen Risikoanalyse

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Beispiel: Angenommen ein Mischfonds ist zu 60 Prozent in Anleihen, zu 30 Prozent in Aktien und zu 10 Prozent in Gold investiert. Unter der Annahme, dass die Rendite-Risiko-Profile von Aktien und Gold nicht stark voneinander abweichen, würde die aus der SENSIS®-Benchmark abgeleitete Risikoquote ungefähr 40 Prozent betragen, also den Goldanteil und den Aktienanteil zusammenzählen.

Die Aussage, dass der Mischfonds eine Aktienquote von 40 Prozent hat, wäre dann zwar nicht korrekt, wohl aber dass der Mischfonds zu zirka 40 Prozent in Aktien und/oder Anlagen mit aktienähnlichem Risiko investiert ist.

Welche Erkenntnisse liefert die Risikoquote?

Zunächst einmal zeigt die Risikoquote näherungsweise an, zu welchem Anteil der Fonds zum aktuellen Zeitpunkt in Anlagen mit aktienähnlichem Risiko investiert ist. Investoren, die einen bestimmten konstanten Aktienrisiko-Anteil wünschen oder einen gewissen Wert nicht überschritten wissen möchten, können sehen, wann, wie oft und wie lange der Fonds von diesem Anteil abweicht beziehungsweise ihn überschreitet.

Gleichzeitig sieht der Investor wie viel Risiko das Fondsmanagement in welchen Markphasen eingegangen ist – ein Blick auf die dynamischen SENSIS®-Benchmark zeigt hingegen, ob sich dieses Risiko für den Investor gelohnt hat.

Im Verlauf von Fonds und Benchmark sieht der Investor weiter, ob die Investments in andere Märkte das Risikoprofil stark verändert haben. Zum Beispiel: Ist der Fonds wesentlich in Schweizer Aktien investiert gewesen und hatte die Abwertung des Schweizer Franken am 20. Januar 2015 einen Einfluss auf den Fonds?

Zudem liefert die Aktien-Risikoquote interessante Erkenntnisse hinsichtlich der Timing-Fähigkeiten des Fondsmanagements. Der Investor kann sehen, wie der Fonds bei starken Aktienkursrückgängen reagiert: Kauft er nach und erhöht den Aktienanteil, oder sichert er ab, geht also in die Defensive und fährt den Aktienanteil herunter?

Im Endergebnis gefällt dem Investor was er sieht oder nicht und er bekommt ein besseres Gefühl für die Rendite. Wieviel war machbar? Was hat der Fonds erreicht? Wann lief es gut? Und wann lief es nicht gut? 

Wie wird die kurzfristige SRRI-Risikoklasse berechnet?

Vorweg: Bei der hier berechneten und dargestellten SRRI-Risikoklasse handelt es sich nicht um die Original-SRRI-Risikoklasse, die seit dem 1. Juli 2011 für in Deutschland aufgelegte Fonds in den wesentlichen Anlegerinformationen angegeben werden muss.

Während in die Berechnung der Original-SRRI Fonds-Schwankungen der vergangenen fünf Jahre einfließen, greift Quanvest auf die Schwankungen eines viel kleineren Zeitraums von wenigen Wochen zurück. Die SRRI-Spannen und die daraus abgeleiteten Risikoklassen von 1 bis 7 werden jedoch aus der Original-Methodik übernommen.

Das heißt: Beträgt die von Quanvest berechnete kurzfristige SRRI zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Bespiel 8,5 Prozent, dann würde der Fonds zu diesem Zeitpunkt in die Risikoklasse 4 eingestuft (SRRI-Spanne zwischen 5 und 10 Prozent). 



Welche Erkenntnisse liefert die kurzfristige SRRI-Risikoklasse?

Ähnlich wie die Aktien-Risikoquote zeigt auch die kurzfristige SRRI-Risikoklasse eine Risikoerhöhung beziehungsweise -verminderung im Fonds an. Sie basiert auf der absoluten Höhe der Volatilität, während die oben genannte Aktienquote das Risiko nur relativ, also im Verhältnis zum Euro Stoxx 50 und zu europäischen Staatsanleihen angibt.



Die kurzfristige SRRI-Risikoklasse kann auch als Prognose der tatsächlichen Original-SRRI-Risikoklasse interpretiert werden. Beispiel: Liegt ein Fonds aktuell in der kurzfristigen SRRI-Risikoklasse 4, dann würde er – sollte das aktuelle Schwankungsniveau gleich bleiben – nach einigen Jahren auch in die offizielle SRRI-Risikoklasse 4 rutschen.

Über Quanvest:
Quanvest stellt Beratungstools und Beratungs-Services für die ggf. lebenslange Vermögensstrategie bereit. Portfolio-Risiken werden mit dem von der Deutsche Börse AG entwickelten Monte-Carlo Simulationsverfahren simuliert. Für den Investor wird mit dem Simulator die beste Allokation individuell für seine Anlageziele gefunden.

Dabei kommen nach dem SENSIS®-Verfahren alle Arten von Fonds, ETF, Einzeltitel und strukturierte Produkte zum Einsatz. Depots werden täglich überwacht und Titel ausgetauscht, sofern sie die Kriterien des Investors oder der Anlageklasse nicht mehr erfüllen, zum Beispiel Rendite-, Risikoverläufe, Ratingkriterien oder die hier vorgestellte dynamische, Investoren-gerechte Benchmark.

Quanvest stellt seine Services Verwaltern, Beratern und Vertrieben zur Verfügung. Diese können an individuelle Investoren-Profile und Anlagerichtlinien angepasste Anlagevorschläge sein, die auf Einzeltitelebene konkretisiert und überwacht werden können.