Alpha, Aktien-Quote, SRRI 20 defensive Mischfonds in der großen Risikoanalyse

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Was sind die Schwächen der SENSIS®-Benchmark? Für welche Perspektive ist sie weniger geeignet?

Dazu Quanvest-Gründer Christian Libor: „In der Beratung wird die Perspektive und die Benchmark wie eine Brille an den Kunden angepasst. In der Analyse für das private banking magazin mussten wir uns für eine Standard-Brille entscheiden, die für möglichst viele Investoren passt: Eine Benchmark-Kombination aus zwei ETFs auf europäische Aktien und Anleihen.

So wie eine Lesebrille aus dem Kaufhaus-Regal auch zu möglichst vielen Kunden passt. In solchen Analysen geht es darum, dem Investor zu zeigen, dass Fonds-Investments intelligenter als ETF-Investments sein können. Unsere Benchmark liefert viel Information, die man verarbeiten und vergleichen kann.

Ein Anleger ohne konkrete Vorstellung zu seinen Investment-Alternativen oder für den nur ein einziger Fonds oder Anbieter langfristig in Frage kommt, für den ist diese Analyse nicht wirklich interessant. In der Regel wird er aber hoffentlich von einem Vermögensverwalter beraten, der unsere Selektionsverfahren nutzt.“


Wie wird das Alpha berechnet und was sagt es aus?

Das in den Charts eingetragene Alpha zeigt die Performance-Differenz des Fonds zur SENSIS®-Benchmark über ein Quartal an. Beispiel: Ein dauerhaftes Alpha von +1 Prozent würde am Ende eines Jahres zu einer Outperformance von 4 Prozent (4 x 1 Prozent) führen.



Was ist die Risikoquote und wie wird sie berechnet?

Die Risikoquote gibt den Aktienanteil der dynamischen SENSIS®-Benchmark an. Der Aktienanteil der Benchmark wird laufend so angepasst wird, dass die Benchmark dem Risikoprofil des betrachteten Mischfonds entspricht. Folglich entspricht die Risikoquote ungefähr der Aktienquote des Mischfonds. 

Warum entspricht die Risikoquote nur ungefähr der tatsächlichen Aktienquote des Mischfonds?

Die tatsächliche Aktienquote des Mischfonds geht nur aus der tatsächlichen Portfolioallokation hervor. Diese wird jedoch in der Regel von der Fondsgesellschaft bestenfalls einmal pro Monat und um mehrere Wochen verzögert veröffentlicht.

Die aus der dynamischen SENSIS®-Benchmark abgeleitete Risikoquote kommt umso genauer an die tatsächliche Aktienquote des Mischfonds heran, je ähnlicher sich die Rendite-Risikoprofile der Aktien- und Anleihen-Bausteine des Mischfonds und der SENSIS®-Benchmark sind.

Das ist in unserem Beispiel dann der Fall, wenn der Mischfonds hauptsächlich in europäische Aktien und Staatsanleihen investiert. Dann zeigt die Aktien- und Anleihen-Allokation des Mischfonds einen hohen Gleichlauf zum Euro-Stoxx-50-ETF (Aktien-Baustein der Benchmark) beziehungsweise zu europäischen Staatsanleihen.



Zu höheren Abweichungen kann es im Umkehrschluss kommen, wenn der Mischfonds in außereuropäische Aktien investiert, die schon wegen der Währungsschwankungen (zum Beispiel: in CHF oder GBP) stärker vom Euro Stoxx 50 abweichen oder wenn der Mischfonds zu einem signifikanten Anteil in andere Anlageklassen wie Geldmarkt/Cash, Rohstoffe oder Immobilien investiert, die nicht in der SENSIS®-Benchmark enthalten sind.