EU-Offenlegungsverordnung „Alle stochern derzeit irgendwie im Nebel"

Menschen im Nebel

Menschen im Nebel: Orientierungslosigkeit herrscht, was die EU-Offenlegungsverordnung angeht, auch innerhalb der Finanzbranche. Die Politik ist gefordert, für klare Sicht zu sorgen. Foto: Imago Images / Westend61

Ein gutes Jahr ist die EU-Offenlegungsverordnung, die Sustainable Finance Disclosure Regulation oder kurz SFDR, nun alt. Eigentlich klingt ihr Inhalt recht simpel. Sie besagt, dass Fonds in puncto Nachhaltigkeit nach Artikel 6, 8 und 9 klassifiziert werden müssen. Dabei darf ein Artikel-6-Fonds so gut wie alles ins Portfolio nehmen, beispielsweise auch Tabakfirmen. Für institutionelle Investoren, die verpflichtet sind, sich selbst nachhaltig aufzustellen, kommen demnach nur nach Artikel 8 und 9 klassifizierte Fonds infrage.

Wie wohl die meisten Kollegen aus der Branche legt Jürgen Voß dabei seinen Schwerpunkt auf Artikel-8-Fonds. Artikel 9 ist für den Chef der Kapitalanlage der Nürnberger Versicherung „extrem ambitioniert“. Doch auch Artikel 8 bereitet ihm Sorgen – vor allem, weil inzwischen neben der Bafin auch weitere Aufsichtsbehörden innerhalb der EU das Thema aufgegriffen haben. Neben der ökonomischen sei somit auch eine regulatorische Einflusssphäre zu beachten.

Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos, um diesen Artikel lesen zu können.

Dieser Artikel richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Bitte melden Sie sich daher einmal kurz an und machen einige berufliche Angaben. Geht ganz schnell und ist selbstverständlich kostenlos.