Alle Hierarchieebenen betroffen Helaba will hunderte Stellen streichen

Schriftzug Helaba der Landesbank Hessen Thüringen im Bankenviertel in Frankfurt mit einer Bauruine eines sich im Abriss befindlichen Hauses: Die Helaba will hunderte Stellen streichen.

Schriftzug Helaba der Landesbank Hessen Thüringen im Bankenviertel in Frankfurt mit einer Bauruine eines sich im Abriss befindlichen Hauses: Die Helaba will hunderte Stellen streichen. Foto: imago images / Ralph Peters

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) will in den kommenden Jahren hunderte Stellen streichen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen bis zum Jahr 2023 zwischen 380 und 400 Stellen „sozialverträglich“ abgebaut werden. Das Finanzinstitut, das derzeit rund 6.100 Mitarbeiter beschäftigt, reagiert damit nach eigener Aussage auf den anhaltenden Strukturwandel der Finanzindustrie. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Helaba ein Programm zur Steigerung der eigenen Effizienz gestartet. Damit will sie Handlungsspielraum für Investitionen in weiteres Wachstum schaffen.

Das Management der Großbank mit einer Bilanzsumme von rund 163 Milliarden Euro (Stand 2018) will die Strukturen des Instituts verschlanken und sich noch stärker auf Kunden ausrichten. Dazu habe die Bank ihre Organisationsstruktur des Einzelinstituts intensiv auf den Prüfstand gestellt und bereits deutlich verschlankt. Die neue Aufbauorganisation soll ab dem 16. März 2020 umgesetzt werden. Ferner will die Helaba die internen Prozesse effizienter gestalten und diese straffen. 

Die Geschäftsleitung der Helaba will die Organisationstrukturen schlanker machen und den Personalbestand über alle Hierarchieebenen hinweg reduzieren. Vorstandschef Herbert Hans Grüntker kommentiert: „Um die Schlagkraft der Bank zu erhöhen und sie effizienter, agiler und kostengünstiger aufzustellen, ist der eingeschlagene Weg der Kosteneinsparungen angesichts der Herausforderungen in unserer Branche auch für die Helaba alternativlos. Wir müssen die heute schon absehbaren Kostenanstiege kompensieren. Zwischen 380 bis 400 derzeit besetzte Stellen sollen bis 2023 im Helaba-Einzelinstitut abgebaut werden.