Alexandra Weck im Podcast So funktioniert Personal Branding für Vermögensverwalter und Family Offices

Alexandra Weck spricht auf Linkedin über Porsche, Polo und Champagner - und überzeugt so Vermögensverwalter, ihre Kunden zu werden.

Alexandra Weck spricht auf Linkedin über Porsche, Polo und Champagner - und überzeugt so Vermögensverwalter, ihre Kunden zu werden. Bildquelle: Christoph Fröhlich mit KI

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Wer Alexandra Weck auf LinkedIn folgt, stößt schnell auf Porsche, Poloturniere oder Champagner. Das wirkt wie pures Flexen. Genau diesen Eindruck erzeugt sie bewusst, allerdings nur, um ihn im nächsten Moment aufzulösen.

Die ehemalige UBS- und Fidelity-Managerin berät heute Vermögensverwalter, Family Offices und Unternehmer beim Aufbau ihrer digitalen Marke. Ihr Ansatz: Aufmerksamkeit ist lediglich der Einstieg. Vertrauen entsteht erst durch Inhalte, Persönlichkeit und eine klare Haltung. Das vermeintliche Flexen ist deshalb kein Selbstzweck, sondern Marketingstrategie.

Gerade im Zeitalter von KI, Deepfakes und künstlich erzeugten Inhalten werde Misstrauen zum neuen Standard, sagt Weck. Wer heute im Wealth Management überzeugen wolle, brauche digitale Sichtbarkeit, echte Geschichten und einen langfristigen Vertrauensaufbau. Podcasts, Fachartikel, Vorträge oder LinkedIn würden dabei zu digitalen Zeitstempeln, die Authentizität dokumentieren.

Dahinter steckt ein Markt unter Druck. Die Erbschaftswelle rollt, Vermögen wandert an eine Generation, die per Whatsapp kommuniziert und Anbieter auf Instagram sucht. Klassische Akquise über Golfplatz und Netzwerkclub funktioniert weiter, aber nicht mehr allein. Wer heute einen UHNWI-Kunden gewinnen will, brauche laut Weck nicht mehr sieben Touchpoints wie im alten Marketing-Lehrbuch, sondern Hunderte. Wer online unsichtbar bleibt, hat dem Misstrauen im Ernstfall nichts entgegenzusetzen.

Für vermögende Kunden zählt deshalb immer weniger die Hochglanzbroschüre und immer mehr die Persönlichkeit hinter der Marke. Wecks Fazit: Ein bisschen Flexen darf sein, wenn es Menschen neugierig macht. Entscheidend ist jedoch, dass hinter Porsche, Polo und Champagner echte Kompetenz, nachvollziehbare Werte und gelebtes Vertrauen stehen.

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