Kosten unter der Lupe Aktive ETFs zwingen zu Preistransparenz — zum Vorteil der Anleger

Reinhard Pfingsten von der Apobank.

Reinhard Pfingsten von der Apobank: „Wer als Investor in einen klassischen aktiven Fonds investiert, zahlt eine Kostenlast, die durch den Managementprozess allein kaum zu rechtfertigen ist." Bildquelle: Apobank

Aktive ETFs gelten derzeit als eines der dynamischsten Segmente im Asset Management. Das Wachstum ist beachtlich, die Aufmerksamkeit hoch. Doch bei aller Euphorie lohnt ein nüchterner Blick: Handelt es sich um eine strukturelle Revolution – oder eher um eine evolutionäre Weiterentwicklung bestehender Konzepte?

Kein Paradigmenwechsel im Investmentprozess

Zunächst zur vielleicht wichtigsten Einordnung: Aus Sicht des Investmentprozesses gibt es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen einem aktiv gemanagten ETF und einem klassischen aktiven Investmentfonds.

In beiden Fällen entscheidet die Qualität des Investmentprozesses. Entscheidend sind Research-Tiefe, Risikomanagement, Disziplin in der Umsetzung und – vor allem – die Fähigkeit zur Selektion. Wer dauerhaft Alpha erzielen will, muss Mehrwert schaffen. Das Vehikel allein garantiert keine Outperformance.

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