Auf dem private banking kongress in Hamburg diskutieren Aktien- und Investmentspezialist James Cook von Federated Hermes und Mohammed Elmi, ebenfalls Federated Hermes und Portfoliomanager für Schwellenländeranleihen, über Entwicklungen in den Emerging Markets.
Lieferketten im Wandel
James Cook betonte die Umstrukturierung globaler Lieferketten nach der COVID-19-Pandemie. "Die 'China plus 1'-Politik entwickelt sich zu einer 'China plus viele'-Strategie", erklärte Cook. Als Profiteure nannte er Thailand, Indonesien, Indien, Vietnam, Polen und Mexiko.
Indien punktet laut Cook mit Wachstum und einem großen Binnenmarkt. Indonesien gewinnt in der Lieferkette für Elektrofahrzeuge an Bedeutung.
Sektorale Chancen
Cook sieht Potenzial im Konsumbereich, besonders in Märkten wie Indien. Er nannte Automobile, Industrieausrüstung, Elektrofahrzeuge und Konsumgüter als interessante Sektoren. Auch Mexikos Integration in US-Lieferketten biete Chancen.
Schwellenländeranleihen
Mohammed Elmi erwartet gute Renditechancen bei Schwellenländeranleihen, vor allem durch Ertragsrenditen. Er sieht Potenzial im Frontier-Bereich des Hochzinsmarktes.
Zinssenkungen als Katalysator
Elmi prognostiziert, dass der bevorstehende Zinssenkungszyklus Anlagen mit längerer Duration begünstigen könnte, insbesondere Schwellenländer-Staatsanleihen.
Investmentstrategie
Cook empfiehlt aktives Management aufgrund der Renditedivergenz in Schwellenländern.
Währungen und Risiken
Elmi sieht Potenzial in der indonesischen Rupiah und dem südafrikanischen Rand. Er warnt vor geopolitischen Risiken und möglichen "Kreditstürmen".
Trotz Herausforderungen bleiben die Experten für Schwellenländerinvestments optimistisch. Sie raten Anlegern, Chancen und Risiken sorgfältig abzuwägen.
