Die Studienergebnisse zeigen, dass börsennotierte Unternehmen in der Reifephase mit 41,6 Billionen US-Dollar den mit Abstand größten Teil – 71,4 Prozent von insgesamt 58,3 Billionen US-Dollar – an Wertzuwächsen geschaffen haben. Auf Unternehmen in der Wachstumsphase entfallen dabei mit 9,8 Billionen US-Dollar 16,8 Prozent, in der Konsolidierungsphase mit 7,9 Billionen US-Dollar 13,6 Prozent.
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Die Studienergebnisse zeigen, dass börsennotierte Unternehmen in der Reifephase mit 41,6 Billionen US-Dollar den mit Abstand größten Teil – 71,4 Prozent von insgesamt 58,3 Billionen US-Dollar – an Wertzuwächsen geschaffen haben. Auf Unternehmen in der Wachstumsphase entfallen dabei mit 9,8 Billionen US-Dollar 16,8 Prozent, in der Konsolidierungsphase mit 7,9 Billionen US-Dollar 13,6 Prozent.
Demgegenüber verlieren Unternehmen in der Einführungsphase unter dem Strich 1,4 Billionen US-Dollar, ein Minus von -2,4 Prozent, während sie in der Rückgangsphase 0,3 Billionen US-Dollar (0,6 Prozent) zum Zuwachs beitragen. Basis der Analyse ist eine Cashflow-basierte Klassifizierung des Unternehmenslebenszyklus. Die Autoren untersuchen börsennotierte US-Unternehmen im Zeitraum von 1990 bis 2024.
In der Reifephase winken die größten Wertzuwächse
Die Reifephase ist zugleich die einzige Phase des Unternehmenslebenszyklus, in der das Medianunternehmen wie der Durchschnitt mehr Wert für seine Aktionäre schafft, rund 10 Millionen US-Dollar. In allen übrigen Phasen verliert der Median hingegen Wert.
Da die Position im Unternehmenslebenszyklus auch mit der finanziellen Flexibilität zusammenhängt, untersuchen die Autoren außerdem, wie Finanzierungsbeschränkungen beziehungsweise hohe Fremdkapitalkosten diese Dynamik beeinflussen. Die Unterscheide sind enorm: Finanziell nicht eingeschränkte Unternehmen schaffen in der Reifephase mit 33,6 Billionen US-Dollar 57,2 Prozent der gesamten Gewinne.
In dieser Gruppe kommt das Medianunternehmen auf ein Plus von 801 Millionen US-Dollar, während finanzierungsschwache Unternehmen in derselben Lebenszyklusphase der Studie zufolge überhaupt keinen zusätzlichen Aktionärswert erzeugen.
Betrachtet man darüber hinaus Unternehmen mit vollem Finanzierungszugang auch in der Wachstums- und Konsolidierungsphase, steigt der Beitrag dieser Unternehmen, die leicht und kostengünstig an Kapital kommen, auf rund 83 Prozent der gesamten Aktiengewinne.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Analyse der Wertschöpfung entlang des Unternehmenslebenszyklus – anstelle einer Querschnittanalyse – finanziell starke Unternehmen in mittleren Lebenszyklusphasen als den wichtigsten Treiber der Aktienmarktrendite zeigt.
Die Autoren der Studie sind Tatjana Xenia Puhan, Department of International Finance der Swiss Re Management, Wolfgang Drobetz, Universität Hamburg, Zhe Li, University of Colorado, und Jiri Tresl von der Paris School of Business. Die komplette Untersuchung finden Sie hier.