Akquise, Service und Bindung des Kunden Kein Wealth Manager nutzt das Potenzial der Datenanalyse vollständig

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Vermögensverwalter haben damit begonnen, ihre Datenanalysefähigkeiten auszubauen, aber bisher hat noch kein Unternehmen das volle Potenzial ausgeschöpft. In Zukunft müssen drei zentrale Herausforderungen gestemmt werden.

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 Quelle: Oliver Wyman

 

  1. Grundlagen für fortgeschrittene Analyse-Anwendungen schaffen:
    Die meisten Vermögensverwalter sehen sich immer noch erheblichen Herausforderungen in Bezug auf konsistente und standardisierte Erfassung, Aggregation und Bereinigung von Daten gegenüber, die häufig durch fragmentierte Datenspeicherung über veraltete IT-Systeme hinweg verstärkt werden.

    Viele Unternehmen haben versucht, das Problem mit einem sogenannten Re-Platforming zu lösen. Wir sind der Meinung, dass einfache Datenaggregations-Software dazu beitragen kann, Probleme im Zusammenhang mit der Datenverwaltung bereits kurzfristig anzugehen. Auf lange Sicht müssen Vermögensverwalter Technologien zur Analyse großer Datenmengen beziehen oder entwickeln, die in der Lage sind, große Datenmengen zu verarbeiten. Die Verwendung von sogenannten Application Programming Interfaces, kurz APIs, bietet die Möglichkeit, die gesamte Datenverwaltung voranzutreiben und Datenanalyselösungen von Drittanbietern effektiv zu integrieren.
  1. Ergänzung interner Fähigkeiten durch externe Angebote:
    Um die Möglichkeiten der Datenanalyse vollumfänglich nutzen zu können, müssen externe Anbieter identifiziert und integriert werden. Vermögensverwalter sehen sich einer doppelten Herausforderung gegenüber: Geeignete Partner in einem fragmentierten Markt von Anbietern zu finden und Schnittstellen zu schaffen, um externe Tools und Daten in ihre bestehenden IT-Systeme zu integrieren.

    Dies erfordert, dass Vermögensverwalter starke Einkaufs- und Integrationsfähigkeiten aufbauen. Gleichzeitig wird es entscheidend sein, jene Anbieter auszuwählen, die einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil schaffen können.
  1. Erfolgreiche Verankerung in den Alltag von Kundenberatern und der Unternehmenskultur:

    Geringe Benutzerakzeptanz und Nutzungsraten, insbesondere bei den Kundenberatern, stellen ein Hindernis dar, um den vollen Nutzen vorhandener und zukünftiger Datenanalyse-Tools zu erschließen.

    Erfolgreiches Change Management ist entscheidend, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Dabei liegt der Fokus auf der zugrundeliegenden Kultur, Benutzerakzeptanz und Benutzerfreundlichkeit. Vermögensverwalter müssen eine datengesteuerte Kultur schaffen, in der die Zugänglichkeit und der Einsatz von Datenanalysen im Vordergrund stehen. „Tone from the top“ und überarbeitete Anreizstrukturen sind der Schlüssel zur Akzeptanz.

    Darüber hinaus müssen zukünftige Nutzer in die Entwicklungsphase eng eingebunden werden, um Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit auf die Nutzer abzustimmen. Erkenntnisse und Empfehlungen müssen nahtlos in Kundenberater-Desktops und Workflows integriert werden.


Über die Autoren:
Kai Upadek ist Partner bei Oliver Wyman in Zürich. Er berät Wealth- und Asset-Management-Kunden zu Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ist Co-Autor der jährlichen Wealth-Management-Studie, die Oliver Wyman gemeinsam mit der Deutschen Bank veröffentlicht.

Matthias Hübner ist Partner bei Oliver Wyman in Frankfurt. Er betreut Mandate für Finanzdienstleister wie Banken, Vermögensverwalter und Versicherer in der EMEA-Region.

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