Liquid Alternatives Institutionelle Anlageklassen wachsen gegen den Trend

Lupus Alpha gibt mit der halbjährlich erscheinenden Absolute-Return-Studie einen Überblick über die Entwicklung im Absolute-Return-Segment und im Liquid-Alternatives-Fondsuniversum.  | © Lupus Alpha

Lupus Alpha gibt mit der halbjährlich erscheinenden Absolute-Return-Studie einen Überblick über die Entwicklung im Absolute-Return-Segment und im Liquid-Alternatives-Fondsuniversum. Foto: Lupus Alpha

Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen in Absolute-Return- sowie alternative Ucits-Fonds aus. Das berichtet der Frankfurter Asset Manager Lupus Alpha mit Blick auf seine jüngste Absolute-Return-Studie. Nach Angaben von Lupus Alpha ist das Volumen institutioneller Anteilsklassen an den in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Absolute Return- sowie alternative Ucits-Fonds im vergangenen Jahr von 103,7 auf über 105,3 Milliarden Euro gestiegen. Während vor zehn Jahren jeder vierte Euro auf institutionelle Investoren entfallen sei, liegt ihr Anteil heute bei etwa 43 Prozent.

Institutionelle Anlageklassen wachsen gegen den Trend des Gesamtmarktes. 

Über alle Anteilsklassen im Bereich der sogenannten Liquid Alternatives sank die Summe der verwalteten Vermögenswerte dagegen von 261 auf 246 Milliarden Euro – laut Lupus Alpha der erste Rückgang seit zehn Jahren. Die Anzahl der Fonds stagniert nach Jahren deutlichen Wachstums.

Die Anzahl der Fonds stagniert nach Jahren deutlichen Wachstums. 

Zum Teil deutliche Zuflüsse verzeichneten im vergangenen Jahr liquide alternative Fonds, die spezialisierte, oft hedgefondsähnliche Strategien abbilden, wie Global Macro, Multi-Strategie-Fonds oder marktneutrale Aktienanlagen. Bei Absolute-Return-Fonds hingegen, die laut Lupus Alpha meist Multi-Asset-Strategien verfolgten, habe es Mittelabflüsse gegeben. Ihr Anteil am Gesamtvermögen liegt nur bei gut 42 Prozent. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort: 2014 machte ihr anteiliges Volumen noch etwa zwei Drittel des Fondsuniversums aus.

Absolute-Return-Fonds und Alternatives-Strategien verfolgen das Ziel, möglichst unkorrelierte, langfristig positive Erträge, unabhängig vom Marktumfeld zu erzielen. Das gelingt nicht jedem Anbieter. Über fünf Jahre hinweg erzielten etwa zwei Drittel der 406 untersuchten Fonds positive Renditen. Insgesamt übertraf das untersuchte Fondsuniversum mit einer durchschnittlichen Performance von 1,4 Prozent per annum die Wertentwicklung liquider Hedgefonds – gemessen am Hedgefondsindex HFRX. Letztere war mit minus 0,59 Prozent negativ. 


Über die Studie: 
Lupus Alpha will mit der halbjährlich erscheinenden Absolute-Return-Studie einen Überblick über die Entwicklung im Absolute-Return-Segment beziehungsweise dem Liquid-Alternatives-Fondsuniversum geben. Dazu greift der Asset Manager auf Daten des Fondsanalysehauses Refinitiv (vormals Thomson Reuters Lipper) zurück. Zahlreiche Absolute-Return-Fonds werden in diesem Datenbestand inzwischen im Segment „Alternative“ geführt. Zudem erfolgt die Mehrzahl der Neuauflegungen in den Alternative-Kategorien. Deshalb analysiert Lupus Alpha sämtliche Fonds im Absolute-Return- und im Alternative-Segment.