Die niederländische Großbank ABN Amro beteiligt sich an der Scope Group. Über die Höhe der Beteiligung macht keines der beiden Unternehmen Angaben. Der Schritt fällt in eine Zeit, in der die Abhängigkeit Europas von den drei großen US-Ratingagenturen Moody's, S&P und Fitch wieder zunehmend diskutiert wird. Insbesondere nach der Finanzkrise vor knapp 20 Jahren war dies ein vieldiskutiertes und hochpolitisches Thema.
Zahlreiche Investoren aus Europas Finanzbranche
Scope ist die erste europäische Institution zur Bonitätsbewertung, die im Kreditbewertungsrahmen der EZB anerkannt ist. Mit ABN Amro wächst der Gesellschafterkreis der Scope Group weiter. Bereits investiert sind unter anderem Axa, BPCE, Crédit Agricole Assurances, Dekabank, HDI/Talanx, Signal Iduna, Swiss Mobiliar und die Vienna Insurance Group sowie die RAG-Stiftung. Scope-Gründer und Vorstandschef Florian Schoeller hält ebenfalls Anteile, ebenso Ankerinvestor Stefan Quandt.
Maarten Blomme, bei ABN Amro als Leiter des Corporate Investments Teams zuständig für Unternehmensbeteiligungen, begründet den Schritt mit dem Ziel, die Eigenständigkeit europäischer Kapitalmärkte zu stärken. Scope-Chef Schoeller verweist auf wachsende Konzentrations- und Abhängigkeitsrisiken in Teilen des europäischen Finanzsystems.