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Ab wann geht es wieder aufwärts? Fünf Indikatoren, die Anleger beachten sollten

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Wiederaufnahme der Wirtschaftsaktivität

Wird die Pandemie-Eindämmung zwei oder drei Monate dauern? Ist die Eindämmung vollumfänglich? Oder besteht die Gefahr, dass weitreichende Eindämmungsmaßnahmen nochmals aufgenommen werden müssen? Wie groß ist der wirtschaftliche Schock? Das Tempo des Hochfahrens der Wirtschaft in China kann Anhaltspunkte liefern, wie es mit den Volkswirtschaften in Europa und den USA weitergeht. Dennoch: Für die USA laufen sämtliche Prognosen zum jetzigen Zeitpunkt ins Leere. Die Unsicherheit in Bezug auf die weltweit größte Volkswirtschaft mit ihren 326 Millionen Verbrauchern dürfte die Stimmung der Anleger weiter belasten.

Politik

Das Zusammenspiel von Geld- und Fiskalpolitik sorgt für eine gewisse Sicherheit und stützt die Märkte. Die Reaktionen von Zentralbanken und Regierungen dürften vorerst ausreichen, um den globalen Wirtschaftsabschwung abzuschwächen. Die fiskalische Unterstützung liegt weltweit bei über 2,5 Prozent des globalen BIP. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Einnahmeverluste der Unternehmen und Haushalte auszugleichen. Es gilt die Faustregel: 1 Prozent fiskalische Unterstützung für 1 Prozent BIP-Verlust. Seitens der Zentralbanken scheint es neben massiven Liquiditätsspritzen derzeit keine Denkverbote für Flexibilität und unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen zu geben.

Bewertungen

Niedrige Bewertungen von Assets sind nie Auslöser für einen Aufschwung. Grundvoraussetzung für einen Wiederanstieg der Märkte sind Bewertungen, die einen Großteil der schlechten Nachrichten eingepreist haben. Wir gehen davon aus, dass die Bewertungen in Europa bereits einen Tiefpunkt erreicht haben und in den USA mit dem Kursrutsch von mehr als 30 Prozent dem durchschnittlichen Rückgang in einer schweren Korrektur entsprechen. An den Märkten für festverzinsliche Wertpapiere spiegelten die High Yield-Spreads in den USA eine Ausfallrate von 8 bis 9 Prozent. Die Risikoprämie bei Aktien lag in den USA und in Europa aufgrund des Bewertungsrückgangs und des niedrigen Renditeniveaus wieder auf dem Niveau des Finanzkrisenjahres 2008. Zuletzt weisen die Bewertungsindikatoren wieder auf einen chancenreiches Rendite-Risiko-Verhältnis hin.

Unsere aktuelle Positionierung

Wie sind wir in unseren diversifizierten Fonds positioniert? Seit dem 25. Februar sind wir in Aktien untergewichtet und besichern den Aktienanteil im Portfolio mit Derivatestrategien. Jüngst zeichnet sich bei den europäischen und US-Aktienindizes eine bessere Risiko-Ertragslage ab. Wir erhöhen unser Aktienengagement schrittweise, mit dem Ziel, in den kommenden Wochen neutral zu werden. Auf der Anleihenseite haben wir unsere Positionierung unter anderem in den Schwellenländern beibehalten. Wir bleiben auch weiterhin in Gold als Absicherung und zur Diversifizierung unserer Anleihen-Allokation investiert.