Ab 30.000 Euro Bankhaus Spängler startet Online-Vermögensverwaltung

Werner Zenz ist Vorstandssprecher im Bankhaus Spängler. | © Bankhaus Spängler

Werner Zenz ist Vorstandssprecher im Bankhaus Spängler. Foto: Bankhaus Spängler

Das Bankhaus Spängler hat offenbar als erste Bank Österreichs eine Online-Vermögensverwaltung für größere Vermögen aufgesetzt. Ab sofort können sich Interessierte für die neue Dienstleistung namens Carl registrieren und ein Anlegerprofil erstellen lassen.

Die Mindestanlagesumme beträgt 30.000 Euro. Für die Nutzung der digitalen Vermögensverwaltung fällt eine All-in-Gebühr an: Diese beträgt jährlich 1,25 Prozent bei einem Anlagevolumen bis zu 300.000 Euro, bei höheren Summen 0,95 Prozent pro Jahr.

Die Gebühr beinhalte neben Konto- und Depotführung sowie den Transaktionskosten im Wertpapierhandel auch eine professionelle und unabhängige Vermögensverwaltung sowie persönliche Betreuung. Neben der weitgehend digitalen Abwicklung stehe jedem Kunden auch ein Berater zur Seite – telefonisch, per E-Mail oder direkt im persönlichen Kontakt vor Ort.

Neun Fragen bis zur persönlichen Anlagestrategie

Um sein Profil einzurichten, muss der Kunde bei Carl neun Fragen bezüglich seiner Anlageziele, Risikobereitschaft und finanziellen Verhältnisse beantworten und Auskunft geben über seine Kenntnisse und Erfahrungen. Die Legitimation erfolgt per Video. „Anhand dieser Angaben und dem daraus errechneten Anlegerprofil erstellen wir die persönliche Anlagestrategie für das Kundenportfolio“, sagt Werner Zenz, Vorstandssprecher im Bankhaus Spängler.

Anschließend werden dann in das Depot entsprechende Anleihen und Aktien gelegt. Je nach Markteinschätzung führe man immer wieder auch taktische Anpassungen durch, so Zenz. Um die Kosten im Rahmen des Investmentprozesses möglichst gering zu halten, werde ausschließlich in börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) investiert

Die Kunden können auf die neue Online-Vermögensverwaltung von Spängler webbasiert am Computer oder mobil via Smartphone und Tablet zugreifen. Dabei sollen sie stets die Branchen- und Länderallokation, Verteilung der Anlageklassen, einzelne Portfoliopositionen und Entwicklung ihres Depots zu jedem Zeitpunkt im Blick haben.