706 Millionen Euro Finanzamt prüft Citigroup wegen Cum-Ex-Geschäften

Das Finanzamt Frankfurt hat eine Sonderprüfung bei der deutschen Tochter der US-Investmentbank Citigroup durchgeführt. Hintergrund sind sogenannte Cum-Ex-Geschäfte und Kapitalertragsteuer-Zahlungen in den Jahren 2007 und 2008.

Die Behörde glaubt laut einem Bericht des „Wirtschaftswoche“, dass die Bank für 706 Millionen Euro Kapitalertragsteuer auf die Dividenden haften müsse, die ihre Kunden nicht abgeführt hätten.

Dem widerspricht aber die Citibank. Sie sieht sich nicht in der Pflicht zu zahlen. „Citi Deutschland war nie Händler, Makler oder Strukturierer von Cum-Ex-Geschäften“, so ein Sprecher. Die Bank habe nur ihre Infrastruktur zur Abwicklung der Transaktionen zur Verfügung gestellt und könne nicht sehen, welche Trades abgewickelt wurden.

Über die Gebühren hinaus habe die Bank mit den Cum-Ex-Transaktionen nie Geld verdient. In den Gesprächen mit der Finanzverwaltung gehe es inzwischen auch nicht mehr um den ursprünglichen geforderten Betrag. Es gebe weder einen Steuerbescheid noch sei ein Verfahren anhängig.

Cum-Ex Das Geschäft mit dem Dividenstripping