Die Analysten der europaweit tätigen Beratungsgesellschaft Zeb Consulting untersuchten das Potential im deutschen Wealth Management und Private Banking für das Jahr 2024. Ein Ergebnis: Über die Hälfte der Vermögen in Höhe von 500.000 bis 100 Millionen Euro in Deutschland ist auf zehn Städte und Regionen verteilt.
München steht mit einem Ertragspotential von 2,28 Milliarden Euro auf Platz eins der Städte. Hamburg folgt mit deutlichem Abstand mit 1,6 Milliarden Euro. An dritter Stelle steht Frankfurt/Rhein-Main mit 1,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 besitzen deutsche Private-Banking- und Wealth-Management-Kunden insgesamt 6,5 Billionen Euro.
Private Banker und Wealth Manager können zudem in ganz Deutschland auf ein erfolgreiches Jahr 2024 zurückblicken. Das Vermögen ihrer Kunden stieg im Vorjahresvergleich um 8,6 Prozent. Im Gegensatz dazu wuchs das Vermögen der weiter unten angesiedelten Vermögensschichten im Schnitt nur leicht um 0,3 Prozent.
Der Großteil des Kundenvermögens liegt mit 40 Prozent in Immobilien, 27 Prozent machen Beteiligungen aus. Wertpapiere sind im Portfolio mit 14 Prozent leicht erhöht vor Einlagen mit 12 Prozent gewichtet. Die Analysten von zeb schätzen, dass sich das gesamt zu verwaltende Vermögen bis zum Jahr 2030 auf rund 8,5 Billionen Euro erhöhen wird. Der Zuwachs wird den Anlageklassen Immobilien und Beteiligungen zugutekommen.
Immobilien und Stiftungsmanagement im Blickpunkt
„In der Finanzierung von Immobilien für sehr Vermögende sollten Banken sich mehr trauen und sich weiterentwickeln“, sagt Markus Bräckle, Senior Manager von Zeb. Auch Testamentsvollstreckungen und Stiftungsmanagement haben „angesichts des anstehenden Generationenwechsels Potential.“