37 Prozent mehr als kleinere Institute Große Londoner Investmentbanken zahlen dicke Boni

Londoner Investmentbanker streichen bei Firmen wie Bank of America, Deutsche Bank und Goldman Sachs Group Bonuszahlungen ein, die 37 Prozent über denen ihrer Kollegen bei kleineren Instituten liegen. Zu diesem Ergebnis kommt die auf die Analyse von Vergütungen spezialisierte Firma Emolument.com in einer aktuellen Studie.

Führungskräfte im Range eines Managing Director erhalten bei großen Firmen in der britischen Hauptstadt in der Regel Boni in Höhe von 400.000 Pfund und Festgehälter von 275.000 Pfund, hieß es in einer Pressemitteilung von Emolument.com am Mittwoch. Mitarbeiter mit dem Titel Director erhalten demnach Boni in der Größenordnung von 192.000 Pfund und Fixgehälter von 170.000 Pfund.

“Für diejenigen, die es in die Firmen der Spitzenklasse schaffen, lohnt es sich, leitende Positionen auf der Ebene eines Managing Director anzustreben”, sagte Robert Benson, Chef von Emolument.com. “Banken mit überdurchschnittlicher Ertragskraft sind ausgesprochen offen für die Beteiligung ihrer Managing Directors an den Gewinnen.”

In die Untersuchung floss die mittlere Vergütung von 719 Bankern und Händlern in Bereichen wie Fusionen und Übernahmen, Handel, Festverzinsliche und Aktienmärkte bei Banken wie UBS, JPMorgan Chase & Co. und Morgan Stanley ein.

In Großbritannien gab es im vorletzten Jahr nach Angaben der Aufsichtsbehörde European Banking Authority 2188 Investmentbanker mit einem Jahresverdienst von über einer Million Euro - so viele wie sonst nirgendwo in der Europäischen Union. In Frankreich fielen 117, in Deutschland 100 Banker in diese Kategorie.