32 Fonds im Crashtest Die besten US-Nebenwerte-Fonds

Kleines Fähnchen statt große Flagge: US-Nebenwerte-Fonds gehen es kleiner an | © Getty Images

Kleines Fähnchen statt große Flagge: US-Nebenwerte-Fonds gehen es kleiner an Foto: Getty Images

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Im Crashtest von 193 US-Aktienfonds im Januar zeigte sich: Aktive Manager hatten in den USA in den vergangenen Jahren einen schweren Stand. Unter den Top Ten befand sich lediglich ein einziger aktiv gemanagter Fonds, unter die Top 20 schafften es auch nur drei. Der Grund für den Siegeszug der ETFs in diesem Segment dürfte nicht nur in der Transparenz und Effizienz des Markts liegen. Sondern auch darin, dass das unendlich viele Kapital aus den Geldhähnen der Notenbanken vor allem in die großen, klassischen Indexwerte geflossen ist. Da nützt kein Stockpicking.

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Etwas anders sieht es im aktuellen Crashtest aus, der auf US-Nebenwerte spezialisierte Fonds beleuchtet. Hier geht der Sieg an den aktiv gemanagten Janus US Venture Fund, der auf wachstumsstarke Small Caps abzielt. Platz 3 sicherte sich der vor allem auf Mid Caps fokussierte Robeco US Select Opportunities Equities. Die anderen drei Top-5-Plätze belegen allerdings auch hier börsennotierte Indexfonds.

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Am besten schnitt der Comstage-ETF auf die Total-Return-Variante des MSCI USA Mid Cap ab. Platz 5 belegt ein ETF der Sparkassen-Tochter Deka, der die Preisvariante des Index abbildet. Dazwischen, auf Platz 4, liegt der ETF von DB X-Trackers auf den Russell Mid Cap Index, der mit über 800 Unternehmen deutlich breiter aufgestellt ist als die MSCI-Variante.

Die drei Siegerfonds im Kurz-Porträt

Platz 1: Janus US Venture Fund

Das Anlageuniversum von Fondsmanager Jonathan Coleman (Foto) umfasst US-Titel mit einer Marktkapitalisierung zwischen 100 Millionen und 6 Milliarden Dollar. Das sind sowohl die rund 2.000 Unternehmen des Russell 2000 Growth Index, der dem Fonds als Benchmark dient, als auch Unternehmen, die nicht im Index enthalten sind.

Anhand quantitativer und qualitativer Kriterien dampft Coleman das Universum dann auf 500 Wachstumstitel ein, die in die engere Auswahl kommen. Daneben kann er bis zu 25 Prozent außerhalb der USA investieren. Tatsächlich hält er zurzeit kleine Positionen zum Beispiel in Israel und Großbritannien. Über 90 Prozent des Portfolios entfallen aber auf US-Aktien.

Coleman und sein siebenköpfiges, auf Small Caps spezialisiertes Team suchen nach Unternehmen mit besonderen Geschäftsmodellen und Wettbewerbsvorteilen. Der Janus-Manager mag vor allem Titel, die noch am Anfang ihres Wachstumszyklus stehen. Zurzeit hält er rund 130 Unternehmen im Portfolio. Der größte Einzeltitel, das Industrieunternehmen Rexnord aus Milwaukee, hat eine Gewichtung von 1,9 Prozent.

Neben Industrietiteln gewichtet Coleman vor allem IT-Unternehmen über – auf diesen Sektor entfällt fast ein Drittel des Fondsvermögens. Seit Coleman den Fonds vor gut zwei Jahren übernommen hat, gelang es ihm, seine Benchmark zu übertreffen. Über ein Jahr liegt er im Performance-Vergleich im Crashtest mit einem Plus von knapp 50 Prozent auf dem ersten Platz.