30.000 Kunden Scalable Capital verwaltet mehr als eine Milliarde Euro Vermögen

Erik  Podzuweit (l.) und Florian Prucker sind zwei der vier Gründer von Scalable Capital und zugleich Geschäftsführer beim Münchner Robo-Advisor. | © Scalable Capital

Erik Podzuweit (l.) und Florian Prucker sind zwei der vier Gründer von Scalable Capital und zugleich Geschäftsführer beim Münchner Robo-Advisor. Foto: Scalable Capital

28 Monate nach Markteintritt verwaltet Scalable Capital mehr als eine Milliarde Euro, wie der digitale Vermögensverwalter mit Sitz in München und London mitteilt. Demnach habe weltweit kein anderer unabhängiger Robo-Advisor die Milliardengrenze so schnell erreicht wie Scalable Capital, das nach verwaltetem Vermögen klarer Marktführer auf dem deutschen Markt sein dürfte.

In US-Dollar gemessen habe Scalable Capital die erste Milliarde sogar in rund zwei Jahren erreicht, so Gründer und Geschäftsführer Erik Podzuweit. Die US-amerikanischen Robo-Advisor-Pioniere wie Betterment oder Wealthfront – die 2008 an den Start gingen und heute jeweils mehr zehn Milliarden US-Dollar verwalten – brauchten mehr Zeit zum Erreichen des Meilensteins.

Das Volumen verteile sich auf mehr als 30.000 Kunden. Daraus ergebe sich ein durchschnittliches Anlagevermögen von etwa 32.000 Euro pro Anleger. Im Vergleich dazu zählt die Münchner V-Bank – die Depotbank für rund 380 Vermögensverwalter und  Family Offices – rund 24.000 Kunden oder Depots, die ein verwaltetes Vermögen von fast 18 Milliarden Euro mitbringen.

Die Gegenüberstellung des Online-Portals „Finanz-Szene“ zeige, dass Scalable Capital beim durchschnittlichen Depotvolumen zwar deutlich hinter den klassischen Vermögensverwaltern liege, doch nach Zahl der Kunden bereits zum jetzigen Zeitpunkt einer der größten unabhängigen Vermögensverwalter hierzulande sei.

„Das erreichte Anlagevolumen zeigt vor allem, dass es eine echte Nachfrage nach digitaler Vermögensverwaltung gibt“, sagt Podzuweit. „Wir stehen aber immer noch ganz am Anfang: Es gibt Millionen von Menschen in Europa, die sich eine technologiegestützte und kostengünstige Form der Geldanlage wünschen.“

Kooperation mit ING-Diba zahlt sich aus

Zu den wichtigsten Wachstumstreibern von Scalable Capital zähle die seit September 2017 bestehende Kooperation mit der ING-Diba. Seither haben über 20.000 Kunden der Direktbank mehr als 500 Millionen Euro beim Münchner Robo-Advisor angelegt. Auch die Partnerschaft mit Siemens Private Finance habe zum Erfolg beigetragen.

Mit dem verwalteten Vermögen steigt auch das Alter der Kunden, heißt es laut Mitteilung: Der Altersdurchschnitt liegt derzeit bei 50 Jahren, vor einem Jahr lag er noch bei 42 Jahren. Über ein Drittel der Anleger ist älter als 55 Jahre. Der Anteil weiblicher Kunden, die über Gemeinschafts- oder Einzelkonten Gelder von Scalable Capital verwalten lassen, beträgt 37 Prozent.

Im Regelfall erhöhen Neukunden ihr anfängliches Investment innerhalb der ersten sechs Monate deutlich. Portfolios mit einem Volumen von mehr als 100.000 Euro machen 40 Prozent des verwalteten Vermögens aus. Knapp die Hälfte der Kunden nutze zudem einen kostenlosen Sparplan, der im Durchschnitt bei mehr als 400 Euro pro Monat liege.

Über Scalable Capital

Scalable Capital wurde 2014 von Erik  Podzuweit, Florian Prucker, Adam French und Stefan Mittnik mit dem Ziel gegründet, die Vermögensverwaltung zu demokratisieren. Dafür haben die Gründer drei Bausteine kombiniert, die zentral für einen nachhaltigen Vermögensaufbau von Privatanlegern sein sollen:  Kosteneffiziente ETFs, eine professionelle Risikomanagement-Technologie und einen digitalen Service.