Die Alleskönner 25 Multi-Asset-Fonds im Crashtest

Martin Mack, Fondsmanager des M & W Privat

Martin Mack, Fondsmanager des M & W Privat

Warum dieser Markt jetzt interessant ist

Martin Mack, Manager des M & W Privat

In Anbetracht der weltweiten Überschuldungsprobleme sind Gold und Silber unverzichtbare Basisinvestments in der Asset-Allokation – zumal unsere gesetzlichen Zahlungsmittel mit zum Teil wertlosen Schulden unterlegt sind.

Da über kurz oder lang eine Zäsur des Geld- und Kreditsystems ansteht, könnte eine Aussage John Pierpont Morgans von 1907 wieder Realität werden: „Gold ist Geld – sonst nichts!“ Denn von der Menschheit seit 6.000 Jahren als Zahlungsmittel akzeptierte Edelmetalle können nicht Pleite gehen, und sie lassen sich auch nicht per Mouse-Klick vervielfältigen.

Die Möglichkeit, bis zu einem Drittel des Fondsvermögens in diese Anlageklasse zu investieren und sie mit defensiven Aktien und viel Liquidität zu mischen, bietet nur ein Multi-Asset-Fonds. Zum Kassenbestand zählen wir auch kurz laufende deutsche Staatsanleihen, weil diese Liquidität außerhalb des Bankensektors darstellen.

Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

Mit dem M & W Privat wollen die Hamburger Vermögensverwalter Martin Mack und Herwig Weise langfristig eine bessere Rendite als mit Aktien liefern. Seit Auflage des Fonds Ende 2006 schafften sie in jedem Kalenderjahr zwischen 8,5 und 10 Prozent Performance. Auch 2011 schreiben sie bislang noch schwarze Zahlen – vor allem wegen ihres hohen Bestands an Edelmetallen.

Auch Bert Flossbach von der Kölner Vermögensverwaltung Flossbach von Storch lässt es gerne funkeln. Mit dem FvS Multiple Opportunities ist er derzeit zu 17 Prozent in Edelmetalle investiert. Im Vordergrund stehen allerdings Aktien, die Flossbach zum Teil absichert.

Lars Lehre und Stefan Schneider von der Anlageberatung AAA Asset Allocation Advice in Ottobrunn setzen ihren Schwerpunkt in der Regel bei Aktien und Rohstoffen. Zurzeit ist ihr AAA Multi Asset Portfolio Rendite AMI allerdings bei Aktien short und der Cash-Anteil liegt bei über 60 Prozent.

Beim SEB Deluxe Multi Asset Balance konzentriert sich Jens Kummer auf fundamental niedrig bewertete Anlageklassen, auf Zwölf-Monats-Sicht will er jeweils eine positive Rendite erzielen.

Der SEB Asset Selection hingegen ist auf kurzfristiges Markt-Timing ausgerichtet. Manager Hans-Olov Bornemann kann short gehen und darf auch gehebelte Derivate einsetzen.


Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DER FONDS hat alle Multi-Asset-Fonds geprüft, die Ende September 2011 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich bündelte die Noten von sieben Ratingagenturen. Für alle drei Kategorien gilt: Je höher der erzielte Rang, desto höher die Punktzahl. Der Spitzenreiter bekommt 100 Punkte, das Schlusslicht geht leer aus. Insgesamt kann ein Fonds auf diese Weise maximal 300 Punkte erreichen. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.


1. Rang
Fonds: M & W Privat
WKN: A0LEXD
Performance: 92
Stresstest: 92
Rating: 92
Gesamt: 276
Fondsvolumen (Mio. €): 345
Max. Verlust in %: -5,6

2. Rang
Fonds: SEB Deluxe Multi Asset Balance
WKN: 602833
Performance: 80
Stresstest: 84
Rating: 100
Gesamt: 264
Fondsvolumen (Mio. €): 39
Max. Verlust in %: -11,2

3. Rang
Fonds: AAA Multi Asset Portfolio Rendite
WKN: A0MY02
Performance: 72
Stresstest: 88
Rating: 100
Gesamt: 260
Fondsvolumen (Mio. €): 24
Max. Verlust in %: -6,9

4. Rang
Fonds: FvS Multiple Opportunities
WKN: A0M430
Performance: 96
Stresstest: 60
Rating: 92
Gesamt: 248
Fondsvolumen (Mio. €): 416
Max. Verlust in %: -14,3

5. Rang
Fonds: SEB Asset Selection
WKN: A0J4TG
Performance: 100
Stresstest: 60
Rating: 84
Gesamt: 244
Fondsvolumen (Mio. €): 259
Max. Verlust in %: -7,8