Yale-Stiftung 22 Prozent in einem Jahr

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David Swensen Foto: Yale

Zwischen Anfang Juli 2010 und Ende Juni 2011 stieg das Stiftungsvermögen von 16,7 auf 19,4 Milliarden US-Dollar. Nach Angaben des Stiftungs-Sprechers trugen vor allem Nicht-US-Aktien und Gewinne aus Private-Equity-Investments zu diesem Ergebnis bei.

Mit einer Wertsteigerung von 22 Prozent in nur einem Fiskaljahr überholte die Stiftung der zweitreichsten US-Universität hinter Harvard die Konkurrenz aus der sogenannten Ivy League. Diese fasst die Stiftungen von acht renommierten Privathochschulen im Nordosten der USA zusammen.

Yale vor Harvard

Die Harvard-Stiftung legte nach eigenen Angaben 21 Prozent, die von der Cornell University of Ithaca, New York, um 20 Prozent an Wert zu. Das Vermögen der University of Pennsylvania in Philadelphia stieg um 19 Prozent, das des Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, um 18 Prozent.

Keinen Grund zu Freude hatte der Investment-Chef der Yale-Stiftung David Swensen hingegen im vergangenen Jahr, als die Stiftung das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte einfuhr. Vor allem die Investitionen in Immobilien, Holz und Gas-Firmen waren der Universität zum Verhängnis geworden.

Investment-Chef der Yale-Stiftung David Swensen steht für langfristige Strategie

Eine vorübergehende Pechsträhne. Swensen, der wie kein anderer für den langfristigen Investmentstil der US-Elite-Universitäten steht und der Yale in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Eliteeinrichtung der Investmentwelt gemacht hat, hat eine erfolgreiche Strategie etabliert, die auf Sachwerte und Private Equity setzt. In den vergangenen 20 Jahren erzielte er damit oft Renditen von über 14 Prozent.

In diesem Jahr will der Experte den Immobilien-Anteil von 28 auf 20 Prozent herunterfahren. Die Investitionen in Absolute Return Produkte sollen anstatt 19 Prozent nun lediglich 17 Prozent ausmachen. Der Anteil von Private Equity Investments soll leicht von 33 auf 34 Prozent steigen.