15. Fondsconsult-Studie Vermögensverwaltungen von Deka & Co. liegen hinter Benchmark

Deckblatt der 15. Fondsconsult-Studie: Das Analysehaus hat erneut die standardisierten Vermögensverwaltungen der fünf größten deutschen Anbieter unter die Lupe genommen.

Deckblatt der 15. Fondsconsult-Studie: Das Analysehaus hat erneut die standardisierten Vermögensverwaltungen der fünf größten deutschen Anbieter unter die Lupe genommen.

Das Analysehaus Fondsconsult Research hat zum 15. Mal Produkte und Leistungen der großen deutschen standardisierten Vermögensverwaltungen vergleichen. Untersucht wurden Anbieter aus dem Sparkassen- und Verbundsektor sowie Großbanken per Stichtag 30. September 2018. Den Gesamtsieg erreicht die Commerzbank mit ihrer Produktreihe „Vermögensmanagement“ und einer Bewertung von 1,3. Der Testsieger überzeugte  vor allem beim Risiko-Rendite Profil. Dahinter folgt die Union Investment mit ihrer Produktreihe „UniStrategie“ mit einer Gesamtbewertung von 2,3.

Insgesamt steigerten Institutsgruppen in der standardisierten Vermögensverwaltung das betreute Volumen durch Mittelzuflüsse und Performanceeffekte gegenüber dem Vorjahr um rund 6 Prozent auf 76,3 Milliarden Euro. Dabei repräsentieren die drei Anbieter Commerzbank, Dekabank und Union Investment 90,3 Prozent des Segments. Die drei Anbieter bauten damit ihren relativen Marktanteil weiter aus. Trotz positiver Tendenzen blieben die Gebühren damit auf unvermindert hohem Niveau., so ein weiteres Ergebnis der Studie.

Die Union Investment steigerte wiederholt ihre Bestände um 18 Prozent. Damit baut sie ihre Marktführerschaft – gemessen am verwalteten Vermögen – um mehr 5 Prozentpunkte auf rund 37 Prozent aus. Die Commerzbank steigerte ihr verwaltetes Volumen nur noch geringfügig, erhöhte aber dennoch ihren Marktanteil leicht. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Dekabank aufgrund eines moderat gestiegenen Volumenzuwachses ihren relativen Marktanteil ebenfalls leicht steigern.

Die Hypovereinsbank verzeichnete bei ihrer Strategie Private Banking Vermögensportfolio abermals signifikante Zuflüsse. Dem stehen jedoch sehr hohe Abflüsse beim Vermögensdepot privat gegenüber. Die Deutsche Bank verzeichnet in allen Strategien starke Abflüsse. Damit sinkt bei beiden der relative Marktanteil deutlich.

Die Ergebnisse der Anbieter werden zunächst insgesamt vier Risikoklassen zugeordnet. Für die Gesamtbewertung werden dann Performance- und Risikokennzahlen für jede Klasse mittels eines Scoringverfahrens einer Standardisierung unterzogen. Die Gesamtnote für jeden Anbieter ergibt sich schließlich aus der Zusammenfassung der Klassenergebnisse durch Mittelung der Noten je Klasse.

Anbieter Konservativ Ausgewogen Dynamisch Offensiv Gesamt Note
Commerzbank 1,7 1,1 1,0 1,0 1,3 Sehr gut
Union Investment 2,3 - 2,0 3,1 2,3 Gut
Deka 3,1 3,3 - 3,0 3,0 Befriedigend
Deutsche Bank 2,9 2,6 3,3 - 3,0 Befriedigend
Hypovereinsbank - 2,7 2,9 3,7 3,0 Befriedigend
Erläuterungen - 1,0: Im Durchschnitt wurden deutlich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt; 2,0: Im Durchschnitt wurden überdeurchschnittlich Ergebnisse erzielt; 3,0: Im Durchschnitt wurden unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt; 4,0:Im Durchschnitt wurden deutlich unterschnittliche Ergebnisse erzielt Quelle: Fondsconsult Research

Nachdem im Vorjahr die meisten Anbieter die Benchmarks (Kombination aus FTSE EMU Government Bond Index und MSCI World) schlugen, lagen sie in den vergangenen zwölf Monaten (per 30. September 2018) wieder deutlich dahinter. Die Anbieter hatten wegen ihres strategischen Europafokus durch die gute Entwicklung bei US-Aktien und dem gestiegenen US-Dollar hatten die Anbieter in diesem Beobachtungszeitraum entsprechende Nachteile zu verkraften, so die Studienautoren. Jedoch gelang es ihnen, in der für europäische Märkte turbulenten Phase das Risiko in verhältnismäßig engen Grenzen zu halten.

Das mittelfristige Bild sehe deutlich besser aus: Über zwei und drei Jahre liegen einige Strategien vor ihrer jeweiligen Benchmark.