10 Schritte, 100 Tage Wie sich Family Offices für die digitale Zukunft rüsten können

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6. Netzwerke und Ökosysteme

Die nächste Herausforderung schließt sich direkt an: Wie baut man ein Ökosystem oder Netzwerk um sich auf, in dem sich die digitalen Experten, die gebraucht werden, wohl fühlen? Viele Family Offices sind noch in der alten Denke verhaftet und teilen ungern ihr Wissen; es wird sehr selten Vertrauen zu Externen oder – Ketzerei! – anderen Family Offices aufgebaut. Ganz klar: Diskretion und Verschwiegenheit sind zwar sicherlich auch in der digitalen Welt relevant. In vielerlei Hinsicht sind sie aber bei digitalen Initiativen hinderlich. Was aber immer mehr Family Offices mittlerweile einsehen: Früher hat man den Anspruch erhoben, in allen Themen selbst besonders gut zu sein, obwohl es in vielen Fällen außerhalb der eigenen Organisation andere gab, die einfach besser waren. Das ist auch nicht schlimm! Dann gilt es eben, von den Besten zu lernen und bei Gelegenheit mit ihnen zu kooperieren.

Wenn Vertreter von Family Offices etwas von jemandem wissen wollen, tun sie gut daran, erst einmal selbst etwas anzubieten. So fängt man am besten mit einer Betrachtung der eigenen Stärken an: Welches Wissen, welche Ressourcen, welche Dienstleistungen könnten wir in einem Netzwerk zur Verfügung stellen? Dadurch kommt es zu fruchtbarem Austausch: Im Netzwerk werden dann interessante Dienstleister oder Partner, die Beteiligungen hebeln können und andere Investoren, mit denen sich Wissen und perspektivisch sogar Deals teilen lassen, gefunden – zum Nutzen aller Beteiligten.

Ziel für die ersten 100 Tage: Den eigenen Beitrag zu einem Netzwerk klar herausarbeiten und auf mögliche Kooperationspartner, Dienstleister und andere Family Offices zugehen.