10 Schritte, 100 Tage Wie sich Family Offices für die digitale Zukunft rüsten können

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10. Weiterentwicklung

Ganz abgesehen davon, in welchem Kontext: Wer gerade eine digitale Transformation angeht, stellt schnell fest, dass sie Unmengen an Fragen aufwirft und dabei unbändige Energie freisetzt. Sie erweckt überall in der Organisation ein neuer Wissensdurst – und diesem gilt es zu stillen. Schulungen, Trainings, Konferenzen – in und außer Haus und, ja, während der Arbeitszeit – werden notwendig und zeigen spürbare Ergebnisse. Damit macht man seine Mitarbeiter fitter und bindet sie ans Unternehmen. Regelmäßige Events, die auch für Partner oder Portfoliounternehmen zugänglich sind, stärken zudem das Netzwerk.

Wir bei Etribes halten zum Beispiel unseren monatlichen „E-Day“ ab, an dem ein ganzer Freitagnachmittag der Weiterbildung im weitesten Sinne gewidmet ist. Um offen zu sein: Die Organisation nimmt Ressourcen in Anspruch und der Kostenpunkt ist – alles in allem – nicht ganz unerheblich. Aber unsere Mitarbeiter – vorwiegend junge, digitale Talente – lieben das Format und lernen immer etwas Neues dabei.

 

Wer also ein Family Office digitalisieren will, sollte diesen Punkt genauso ernst nehmen, wie alle andere Themen. Zwar mag sich so etwas wie Mitarbeiterschulung zweitrangig anhören, wenn es doch vordergründig um den Dealflow gehen soll. Aber auf lange Sicht ist die Rolle von solchen Extras genauso entscheidend für den Fortbestand.

Ziel für die ersten 100 Tage: Ein Konzept für neue Weiterbildungs- und Weiterentwicklungsformate im Family Office entwickeln und als Chefsache vorantreiben.

Fazit

Mit diesen zehn Schritten können Family Offices in 100 Tagen relevante Fortschritte auf dem Weg der Transformation machen. Ja, es gibt viel zu tun. Aber die Chancen sind momentan gewaltig. Durch die Digitalisierung können erhebliche Werte freigelegt, Profitabilität erreicht und neue Geschäftsmodelle zügig und effizient implementiert werden. Ob Jacob Wilhelm Haniel in der beginnenden Industrialisierung, Wilhelm Schmitz mit Tengelmann in der Gründerzeit, oder Werner Otto in den Wirtschaftswunderjahren: Sich an die Stärke der Gründer von Familienunternehmen zu erinnern, die ebenfalls in einer Phase des wirtschaftlichen Umbruchs die Grundsteine der heutigen Werte legten, war noch nie so wichtig – und bot noch nie so relevante Einsichten – wie jetzt.


Über die Autoren:

Nils Seebach ist Digital-Unternehmer, -Stratege und -Innovator. Als Serien-(Co-)Gründer von drei Dutzend Unternehmen und Berater für digitale Strategien arbeitet der ehemalige Investmentbanker aktiv an der Digitalisierung Deutschlands. Heute ist er vor allem als Co-Geschäftsführer der Digitalberatung Etribes Group sowie als Aufsichtsrat und Beirat tätig.

Fabian J. Fischer ist Hamburger Unternehmer, Berater und Tech-Investor. Als Gründer und CEO der Etribes Group verantwortet er die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens und berät mittelständische Unternehmen und DAX-Konzerne bei der Transformation und Digitalisierung. Als Interims-Manager hat er bereits digitale Geschäftsmodelle für internationale Unternehmen wie Hapag-Lloyd konzipiert und aufgebaut. Zusätzlich fungiert Fischer als Advisor für Family Offices und Investment-Funds.

 

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