Zehn Milliarden Euro ab 2017 Nordrhein-Westfalen plant neuen Beamtenpensionsfonds

Will die Anlagestrategie seines Bundeslandes nicht offenlegen: Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans

Will die Anlagestrategie seines Bundeslandes nicht offenlegen: Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans

Der nordrhein-westfälische Landtag hat grünes Licht für eine Neuregelung der Rücklagen für die Beamtenversorgung gegeben. Bislang bildet Nordrhein-Westfalen für die Pensionen Rücklagen im Landeshaushalt, zusätzlich werden monatlich 500 Euro pro Beamtem in einen anderen Pensionsfonds eingezahlt.

Beide Töpfe sollen ab 2017 zu einem neuen Beamtenpensionsfonds mit einem Gesamtvolumen von dann 10,6 Milliarden Euro zusammengefasst werden. Ab 2018 sollen jährlich 200 Millionen Euro in den Fonds fließen.

Die Fondsmanager dürften unter anderem in Anleihen, Schuldscheine oder andere Schuldverschreibungen der deutschen Länder und Gemeinden, des Bundes oder von Staaten des Euro-Raums investieren, zitiert das Finanznachrichtenportal „Institutional Investment“ eine Sprecherin des Landes. 

Ob das Management an einen externen Dienstleister abgegeben wird, steht demnach noch nicht fest. Sicher sei allerdings, dass man die Anlagestrategie des Fonds nicht offenlegen werde.  So solle verhindert werden, dass Nordrhein-Westfalen am Markt Schaden entsteht.

Hintergrund ist eine bevorstehende Pensionswelle. Gegenwärtig beschäftigt das Land 220.000 Beamte und muss rund 147.000 Pensionäre versorgen. Das entspricht dem Nachrichtenpotal „DerWesten.de“ zufolge knapp 23 Milliarden Euro Personalkosten und 5 Milliarden Euro Pensionen im Jahr. Der Höhepunkt soll 2024 bei rund 165.000 pensionierten Beamten erreicht sein.