Julius Bär In Asien wird das Luxusleben teurer

In Asien steigen die Kosten für Luxusgüter weiterhin an, zwar etwas langsamer als im vergangenen Jahr, doch schneller als die allgemeine Inflationsrate. Dies geht aus dem dritten Julius Baer Wealth Report hervor, den die Private-Banking-Gruppe Julius Bär veröffentlicht hat. Der Julius Baer Lifestyle Index ist demnach im Jahr 2013 um 8 Prozent gestiegen.

Bei dem Index handelt es sich um einen ausgewählten Warenkorb für Luxusgüter wie beispielsweise Uhren, Weine, Mitgliedschaften im Golfclub und so weiter. Der Julius Baer Lifestyle Index bildet also die Inflationsrate Luxusgüter ab. Die genaue Zusammenstellung des Index finden sie hier.

 Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass sich die Zahl sehr vermögender Privatpersonen, sogenannter HNWIs (High Net Worth Individuals), in Asien (ohne Japan) bis 2015 auf mindestens 2,82 Millionen erhöhen wird. Derzeit wird ihre Zahl in dieser Region auf 2,17 Millionen geschätzt. Für diesen Zuwachs ist vor allem der wirtschaftliche Aufstieg Chinas verantwortlich.

Im Konsumverhalten der HNWIs sieht der Bericht einen Wandel. Zum einen steigt die Nachfrage nach  relativ günstigen Gütern wie Uhren, Wein und Zigaretten. Zum anderen legen die Konsumenten zunehmend mehr Wert auf die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Bestimmte Marken und Prestige sind für viele Käufer dagegen nicht mehr entscheidend.

Die Preisentwicklung für Luxusgüter verläuft regional recht unterschiedlich. Die größte Verteuerung von Waren und Dienstleistungen ist Im indischen Mumbai zu beobachten (11 Prozent in US-Dollar, 16,7 Prozent in Rupien). In Shanghai stiegen die Preise sämtlicher Luxusgüter mit Ausnahme von Immobilien. Rechnet man die Immobilien heraus, liegt der durchschnittliche Preisanstieg 10 Prozent in Renminbi beziehungsweise 11 Prozent in US-Dollar.

Der Bericht vergleicht die Lebenshaltungskosten ausgewählter Metropolen mit dem regionalen Durchschnitt. Demnach sind Luxusgüter in Hongkong, Schanghai, Singapur und Bangkok vergleichsweise teuer, während Mumbai, Jakarta, Kuala Lumpur, Manila und Taipeh noch am günstigsten für Superreiche sind. Die größten Kostensteigerungen verzeichnen universitäre Ausbildungen. Dabei ist keine Region ausgenommen, überall beträgt der Anstieg mindestens 30 Prozent.